Private BU

Diese Versicherung ist eine Absicherung gegen den finanziellen Verlust, der entsteht, wenn die eigene Arbeitskraft wegfällt. Wichtig ist diese für all jene, die ihren Lebensunterhalt unter Aufbringung der eigenen Arbeitskraft bestreiten.

Leistung des gesetzlichen Versicherungsträgers

Als Argument gegen diese Versicherung wird oft vorgebracht, dass der Staat einspringt, wenn wir unserem Beruf nicht mehr nachgehen können. Dies ist nur bedingt richtig. Zwar gibt es eine Erwerbsminderungsrente, damit kann meist aber nur ein Bruchteil der Kosten gedeckt werden, die für den Erhalt des Lebensstandards benötigt werden.
Die gesetzliche Rentenversicherung ist hier der staatliche Versicherungsträger. Dieser versichert keinen bestimmten Beruf, sondern leistet erst, wenn eine Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit vorliegt. Voraussetzung ist hier zum einen, dass der Versicherte gesetzlich versichert ist und mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt hat.
Dabei entspricht die Leistung bei voller Erwerbsminderung maximal 30 Prozent des vorherigen Bruttolohns. Dabei ist Voraussetzung, dass der Betroffene nicht mehr als drei Stunden täglich arbeiten kann. Hierbei ist irrelevant, ob dies in seinem erlernten Beruf oder einen anderen ist.
Ist eine Arbeitstauglichkeit von 3 bis 6 Stunden am Tag, wird die Erwerbsminderungsrente mit 15 Prozent des ehemaligen Bruttolohns angesetzt. Nur in wenige Fällen ist die Zahlung der vollen 30 Prozent mögliche. Dies tritt ein, wenn der Arbeitsmarkt keine Teilzeitstelle bereithält.

Leistung der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung

Der gesetzliche Versicherungsträger leistet erst, wenn überhaupt keine Arbeit mehr ausgeführt werden kann. Die private Versicherung hingegen leistet, wenn der eigene Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Die Leistung umfasst hier eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente, die das Ziel hat, die Vorsorgelücke zu schließen. Dies ist die Differenz zwischen nicht selbstständiger Arbeit und einer Erwerbsminderungsrente. Dabei kann der monatliche Betrag frei mit dem Versicherer vereinbart werden. Dies erfolgt nach der Faustregel, 50, 65 oder maximal 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens abzusichern. Es ist nicht möglich, eine höhere Summe als das eigentliche Einkommen zu erzielen.
Dementsprechend ist die private Absicherung gegenüber der gesetzlichen 30 Prozent deutlich im Vorteil.

Hinweise zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung

Als Interessent sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Versicherer bereits bei 50 Prozent Berufsunfähigkeit in Leistung geht. Zudem ist es wichtig zu wissen, das es Versicherungen gibt, die auch bei Eintritt der Pflegestufe 1 die Kriterien zur Leistungserbringung als erfüllt ansehen.
Ein guter Versicherer wird auch Leistungen erbringen, wenn die Berufsunfähigkeit noch nicht im gesamten Ausmaß zu erkennen ist. Da die Einschätzung der Ärzte durchaus dauern kann, ist hier eine private Versicherung wichtig, die schnell in Leistung geht.